Über Rastlosigkeit und sonstigen Wahnsinn

„Schnelles laufen ist keine Garantie das Ziel zu erreichen“ sagen die weisen Shona.

Du rennst und jagst nach dem besseren Job… der passenderen Stadt… den besseren Freunden… der besseren Wohnung… der perfektereren Beziehung… dem optimalen Auto… der anregenderen Stimulation… dem Bilderbuchurlaub… der idealeren Ernährung… dem repräsentableren Hobby… der spirituelleren Esoterik… dem makelloserem Körper… mehr Geld… mehr Ansehen… mehr Spass… mehr Betäubung… mehr Genuss… mehr likes… mehr Konsum… mehr Erfolg… der krassereren Party… und sicherlich auch nach Anerkennung, Verständnis und Liebe…

Immer mehr. Immer perfekter. Immer opitimierter. Immer schneller. … puh! Es ist schon anstrengend das zu schreiben 🙂

Es gibt nichts was sich nicht verändert und natürlich ist es wunderbar uns / unsere Situation, Ansichten, Gewohnheiten, Umstände zu verändern, für den Moment zu verbessern wann und wo wir auch immer können. Jeder kleine Schritt Richtung Lebendigkeit, Menschlichkeit, Freude, inneren Frieden, Authentizität, Einklang, (Glück), ist einfach nur grossartig! Und wir sollten nie müde werden uns immer wieder aufs Neue zu fordern und weitere Schritte raus aus der Komfortzone zu machen, denn wofür sind wir denn sonst hier? Bloss um Kohle zu machen?

Nur kommt uns die fiese Rastlosigkeit auch wegen der Optimierungswahn-sinnigen Gesellschaft in die Quere. Du rennst und jagst nach (irgend)etwas, bist aus der Puste, sowas von nicht ausgeglichen, weisst vielleicht nicht mal was deine Wünsche sind, bist unklar, sprunghaft, unschlüssig und irgendwie „passiert dir alles“ und du bist unzufrieden. Das einzig logische für dich ist lediglich weiterzurennen in der Hoffnung auf „etwas besseres“ wobei du noch nicht mal klar hast was „dieses bessere“ sein soll. In der Gesellschaft ist dies ein „normaler Zustand“, was zuerst auch oberflächlich so aussehen mag. Aber mal ganz ehrlich… du rennst schlicht und einfach weg vor dir selbst mit den ganzen Masken im Gepäck…

Vielleicht ist nicht alles so wie es scheint. Vielleicht rennst du einfach nur ganz schnell weg von oder vorbei an dem netten Job, den tollen Menschen die eine Bereicherung wären, den wunderbaren Erlebnissen, genialen Chancen…

Umso wichtiger ist es erstmal und immer wieder stehen zu bleiben. Durchzuatmen. Dich umzusehen. Dir die Zeit zu nehmen inne zu halten. Klar zu werden. Dir bewusst zu machen was gerade ist und welche Wünsche oder Sehnsüchte in der Stille aufkommen. Den Kurs anzupassen. Was nicht dienlich ist loszulassen. Umstände, offene Themen zu klären. Zur Ruhe zu kommen. Um dann mit voller Klarheit und Kraft sowas von loszurennen…

Möge die Macht mit euch sein ❤

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