Einer der ewigen Diskussionen… Veganisch-Gestörte vs. Fleischfresser-Normalos

Es ist schon traurig genug, dass ich auch noch einen Artikel darüber verfassen möchte, aber irgendwie scheint die Welt wieder einmal verrückt!

Vor 3 Jahren, als ich auf Reisen ging, war Fleisch nicht so verbreitet dort wo ich unterwegs war. Und falls doch, war ich mir der Qualität nicht so sicher und es war überteuert für mein Backpacker-Budget. Also habe ich es einfach gelassen und mir gesagt, dass ich es erst wieder essen werde wenn mir danach ist und ich wirklich Lust darauf habe. Tja, das ist jetzt 3 Jahre her und es ist dabei geblieben. Jetzt ist weder die Lust noch die „Notwendigkeit“ in meinem Kopf Fleisch zu essen.

Letztes Jahr haben mich diverse Dokus gefunden – um nur ein paar wenige hier zu nennen: Food Inc., Forks over knives, Earthlings, Food as medicine (spektakuläre wissenschaftliche Fakten) etc. pp. Schlachthof Dokus. Diese Bilder. Diese Blicke. Diese Schreie. Diese Abfertigung. Die wissenschaftlichen und medizinischen Fakten. Vor allem aber mein Körper, mein Geist und meine Seele. Es hat sich für mich irgendwie erübrigt. Ganz natürlich. Ohne etwas zu vermissen oder ersetzen zu müssen. Genauso geht es mir mit den restlichen tierischen Produkten. Mit der Zeit hat es für mich keinen Sinn mehr gemacht. Und zu diesem „ich vermisse es nicht“ kam die Überzeugung dazu, dass ich das weder in irgendeiner Weise unterstützen noch ein Teil davon sein möchte.

Jetzt aber die ewige Diskussion, zu der ich irgendwie ständig „gezwungen“ werde. Wieso? Das ist unnatürlich! In der Steinzeit haben wir auch Fleisch gegessen! Das steckt in unseren Genen! Das ist doch nicht gesund! Du hast einen B12 Mangel! Woher bekommst du dein Calcium? Und Proteiiiiiine? Also nee, auf alles verzichten – das Leben ist zum Geniessen da! Die Tiere werden dafür gezüchtet…

Jeder, der Fleischlos durch das Leben geht, jeder, der nicht auf das tägliche Stück Fleisch auf dem Teller verzichten möchte, und alle zwischendrin kennen sicherlich diese „Argumente“. Eine brillante Leistung der Fleisch-, Milch- & Eierindustrie.

Ich werde bewusst nicht auf die gesundheitlichen (mein aktuelles großes Blutbild ist übrigens lt. meiner Ärztin „spektakulär“), Umwelt-technischen, Ethischen … Vor-/Nachteile / Überzeugungen eingehen. Jeder muss selbst in sich gehen (oder auch nicht), das für sich selbst entscheiden (oder auch nicht) und Verantwortung dafür übernehmen (oder auch nicht). Ich werde niemanden weder (ver)urteilen noch belehren, was er wie und wann isst (oder auch nicht). Es ist mir schlichtweg egal, denn jeder muss selbst wissen was er tut (oder auch nicht). Ich kann und muss niemanden von irgendetwas überzeugen (das gilt auch für alle anderen Gewohnheiten und/oder Überzeugungen). Das einzige ist vielleicht die eine oder andere Doku empfehlen, wenn jemand etwas darüber wissen möchte, sich austauschen, mehr aber auch nicht. Wenn jemand denkt, dass er ohne täglich Fleisch energielos vor sich hinstirbt, tja, dann ist das eben so!

Akzeptanz ist das Zauberwort!

Wo wir beim Thema sind. Vegetarier, vor allem Veganer werden stets als nervige, bösartige, spielverderberische, besserwisserische Militanten dargestellt. Versteht mich nicht falsch, davon gibt es sicherlich einige. Aber hallo, die überlegenen Fleischesser! Na, was ist mit euch? Was ist mit den Vorwürfen, den plötzlichen Vitaminkenntnissen,  Proteinbesorgnis, diesem schlagartigen Gesundheitsbewusstsein und die blanke Panik „was soll ich dann sonst bloss essen“?

Irgendwie muss ich mich ständig erklären, mich rechtfertigen… Das Thema kommt andauernd auf irgendeiner Art und Weise auf, dann kommen immer wieder die gleichen Top 3 Argumente. Ich antworte, ignoriere, höre weg, diskutiere, gehe darauf ein, mache ein Witz daraus, bitte um Akzeptanz und Toleranz da ich auch niemanden am Tisch verurteile oder blöd anmache, der gerade ein Stück totes Tier isst (die Sachen wie sie sind). Es nervt voll ab. Aber irgendwie ist mir am Ende doch nur noch zum Lachen zumute!

Wie kannst du Toleranz & Akzeptanz für deine Lebensweise / Einstellung / Handlungen bedingungslos und absolut selbstverständlich erwarten, während du gleichzeitig dein Gegenüber mit blanker Intoleranz überschüttest, verurteilst und schlecht machst?

Da sind wir wieder bei meinem letzen Beitrag, den ich geschrieben habe – beim sozialen Irrenhaus und Bewusstsein im Alltag… Auch das werde ich hoffentlich lernen mit Dankbarkeit anzunehmen!

*Veganisch* habe ich heute gesagt bekommen. Veganisch kochen um exakt zu sein. Ich habe es nicht erfunden!

Möge die Macht mit euch sein ❤

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