Och, jetzt aber bitte nicht mehr rutschen!

Wie verrückt, wunderschön und anders doch alles ist im Dezember! Der letzte Monat im Jahr… Familien kommen zusammen (ob sie nun wollen oder nicht)… Magie liegt in der Luft… ich kann Freude und Aufregung spüren… Geschenke werden gekauft… Bäume aufgestellt und geschmückt… Jesus hat Geburtstag… Essen und Events werden geplant… Alle versuchen sich noch einmal zu treffen… Weihnachtsmärkte und Glühwein boomen (es ist KALT – wieso stellen sich Menschen freiwillig in die Kälte um billiges Zuckerwasser zu trinken??? – egal!)… Die Strassen leuchten… Es wird gesungen… Alle scheinen etwas freundlicher… Menschen sind in „Geber-Stimmung“… An vielen Stellen steht die Unicef und wie sie alle heissen und überredet Menschen eine „verlorene Seele“ zu retten mit einer Spende oder Patenschaft, damit es nicht nur „uns“ gut geht sondern auch „denen“… Die Poster verhungernder Kinder mit grossen traurigen Augen vermehren sich… In der Bahn sind auch viel mehr Menschen unterwegs die nach ’nem Euro fragen… Menschen spenden Kleidung und Spielzeuge an die, die nicht so viel materielles besitzen… Essen wird geteilt… Selbstgebackene Kekse werden verteilt…

Alles schreit nach Nächstenliebe. Teilen. Gemeinsamkeit. Helfen. Freude bereiten. Zusammenhalt. Liebe. Wie wunderschön das doch ist!

Ich geniesse diese Zeit und kann ebenso beobachten wie Menschen sich glücklicher fühlen, sich mehr freuen, irgendwie ausgeglichener sind. Ob das nun an der Illusion liegt und sie dies in vollsten Zügen ausleben sei dahin gestellt (das mit den Geschenken, Bäumen, Märkten, Kalendern, Coca Cola Männchen… all das was von aussen eben suggeriert wird und „normal“ ist). Ich finde es trotzdem schön, denn in dieser Zeit wird etwas getan. Hungernden wird essen gereicht. Frierenden eine Decke. Jeder wie er gerade kann und will.

Doch heute… wird alles irgendwie weggeböllert!!! Können die Menschen denn nicht mit so viel Freude, positiver Energie, Geben, Helfen, Frieden und wissen nicht wohin damit??? Hat sich all das irgendwie aufgestaut und muss abgebaut werden damit sie wieder in die gewohnte Griesgrämigkeit und Ego-Dasein zurück können bis nächsten Dezember? Sehen sie nicht, dass der Hungernde im Februar noch weiterhin hunger hat, und es im November auch sehr kalt sein kann? 😦

Ich höre nur noch „einen guten Rutsch“! Ja, wohin rutscht ihr denn??? Es werden oberflächliche Vorsätze gemacht. Die Dezember Magie ist wie weggeweht. Menschen wollen nur noch feiern. Böllern. Rutschen. Alles andere scheint einfach nur noch egal zu sein, denn jetzt wird gefeiert.

Was genau feiert ihr? Geht es lediglich darum dass wir statt 2016 jetzt 2017 schreiben werden? Oder anfangen zu können surreale Vorsätze zu erfüllen? Oder aber anfangen zu dürfen zu leben? Oder generell um die Hoffnung eines Neuanfangs ohne irgendetwas zu ändern?

Nur wenn du dich selbst erneuerst, wird es auch ein neues Jahr sein.

In diesem Sinne… ich wünsche euch weiterhin eine besinnliche Zeit (bitte rutscht nicht!). Dass euch stets eure Seele leitet… dass ihr weiterhin mehr und mehr eure Herzen öffnet… dass ihr das Leben umarmt und wert schätzt genauso wie es gerade ist… Dass Stille euch zu euch näher bringt… Dass ihr stets in Dankbarkeit schwelgt, egal was kommt… Dass ihr glücklich, zufrieden und gesund seid und bleibt… Ich wünsche euch alles was ihr euch selbst für euch wünscht.

Möge die Macht mit euch sein ❤

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2 Gedanken zu “Och, jetzt aber bitte nicht mehr rutschen!

  1. Du hast mal wieder so Recht. Ich habe auch das Gefühl, dass der Zauber der Weihnachtszeit es nicht bis ins neue Jahr schafft. Die Feiertage haben wohl alles aufgebraucht.
    Ich habe einiges über die Rauhnächte gelesen und denke, dass sie die Stimmung noch einfangen und (hoffentlich) mit ins neue Jahr nehmen.
    Dein Satz: „Nur wenn du dich selbst erneuerst, wird es auch ein neues Jahr sein.“
    Gefällt mir besonders gut, weshalb es gut ist, zwischen den Jahren in sich zu gehen und zu schauen, wo man nächstes Jahr hin will. Nicht unbedingt im Sinne von guten Vorsätzen, sondern einfach, zu sich finden.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Elly, danke für deine Gedanken!! In sich gehen und sich näher kommen ist immer schön und kann nicht oft genug praktiziert werden 🙂 Ich werde mich mal über die Rauhnächte schlau machen… Das klingt sehr interessant! Ganz liebe Grüsse, Feraye

      Gefällt 1 Person

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