Captain Fantastic, Yoda und andere Bekloppte

Ich habe mir gestern den Film Captain Fantastic angeschaut und ich war einfach nur begeistert! Dies soll keine Filmkritik sein, ihr könnt euch den Film sehr gerne selbst anschauen wenn ihr Lust darauf habt. Es hat mich inspiriert und hat auf wunderbare Art und Weise das bewusste Leben und die Erziehung ausserhalb und innerhalb des Systems dargestellt und das Gleichgewicht zwischen allem.

Wie so oft… je bewusster du wirst, dich plötzlich mit vielen verschiedenen Themen auseinandersetzt, und alles was dir so ständig von aussen eingetrichtert wurde irgendwie doch keinen Sinn mehr macht und du mehr Fragen als Antworten hast, ausbrechen willst, vieles auf einmal auseinander bricht, Verständnis und Akzeptanz weniger werden, wenn du mit deinem Umfeld und dein Umfeld mit dir nicht mehr so klar kommt, dein Leben in Frage stellst, ob das denn alles ist, wenn in dir die Sehnsucht brennt nach Wahrhaftigkeit, nach SEIN, nach du weisst eigentlich nicht so recht nach was und du dich auf die Suche machst… Tja dann! Na, dann ist es eben so! Danke und Glückwunsch!

Es kommen Themen auf wie Industrien – oh, wie ich sie liebe die Pharma-, Verpackung-, Lebensmittel-, Kosmetik-, Textilindustrien… Schulsystem, Unterhaltungsmedien, Religion(sinstitutionen), Kapitalismus, Ungerechtigkeiten, fehlende Menschlichkeit, Politik, Moderne und legale Sklavenhaltung… du stellst hoffentlich alles so richtig in Frage, und je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr kotzt du vermutlich ab und wetterst gegen das komplette System und alle Schafe die darin gefangen sind und der einzige Ausweg scheint die gute alte Anarchie zu sein! Und du stellst fest wie viel Wahrheit doch in STAR WARS, Matrix etc. steckt und eigentlich jeder einen Yoda oder Morpheus in seinem Leben haben sollte und… ok, sorry, ich drifte ab.

In dem Film ging es genau darum. Dass dies den Eltern wohl bewusst wurde und sie die Entscheidung getroffen haben mit ihren 6 Kindern in der Einsamkeit irgendwo in den Bergen zu leben, und die Kinder dem System zu entziehen. Der Vater hat die Kinder brillant erzogen mit herausragendem fachlichem Wissen, Sportlichkeit, intuitives Wissen, Überlebenskünste, musikalisch etc. Aussergewöhnliche Kinder die eins mit sich selbst sind mit einer fabelhaften Ausbildung. Nur mussten sie kurzfristig ins System, und der Film hat den direkten Vergleich zwischen dieser Erziehung und der Standard Erziehung eines amerikanischen Kindes aufgezeigt. Es hat aber auch gezeigt, dass die Kinder mit den Alltagssituationen gar nichts anfangen konnten und nicht wussten was das überhaupt bedeutet, und wie sie reagieren sollen. Auch wurde ihnen der immense Unterschied bewusst, dass sie doch so unglaublich anders sind, und unbedingt das andere wollen, wie z. B. ganz banal Hotdogs essen.

Mir wurde dadurch am Schluss nochmal klar, dass das eine ohne das andere eben doch nicht geht. Wie kannst du aufwachen wenn du nicht geschlafen hast? Wie kannst du unterscheiden, Entscheidungen treffen wenn du nicht mehrere Möglichkeiten hast? Wie kannst du wissen was du willst, wenn du nicht weisst was du nicht willst? Wie kannst du bewusst werden, wenn du nicht weisst was es ist unbewusst zu sein?

Ich habe mich mit den oben genannten „System-Themen“ unglaublich viel beschäftigt. Eine Doku hat die nächste gejagt. Eine Internetseite die nächste. Ein Buch das andere. Bis ich so viel Input hatte, dass ich so langsam aufgehört habe ein Anarchist sein zu wollen und das System zu verteufeln. Sondern viel mehr es für mich zu nutzen, bewusst zu entscheiden, mich auf Annehmlichkeiten einzulassen, wenn mir das dienlich ist, und mich aus vielem rauszuhalten, wenn mir das nicht dienlich ist.

Chemie – absolut toll Zugriff darauf zu haben, wenn es nötig ist – ohne sich wild ständig etwas einschmeissen zu müssen. Unterhaltungsmedien – toll sich verbinden zu können, augenöffnende Dokus oder solche Filme anschauen zu können – ohne 24/7 vor der Glotze vor sich hinzuvegetieren. Lebensmittel, Textil etc. wunderbar Zugriff darauf zu haben und sauberes Trinkwasser trinken zu dürfen, am schönsten natürlich wenn alles Fairtrade, regional, Nachhaltig etc. ist, ohne dem Konsumwahn zu verfallen und die besten Möglichkeiten auszuschöpfen für sich und andere.

Natürlich informiere ich mich weiter über viele Themen und vermeide einiges bewusst mit Freude – aber ich nutze auch einiges ohne Bedauern sondern mit viel Freude! Sobald wir aufhören etwas zu verteufeln und andere zu verurteilen weil sie die „Bösen“ unterstützen, kehrt Frieden ein. Denn das einzige was ich selbst tun kann, ist meine eigenen Entscheidungen zu treffen mit reinem Gewissen und mit Freude – was andere tun, muss jeder selbst für sich entscheiden und damit in Frieden sein. Das wichtigste für mich ist die Balance, das Gleichgewicht zwischen allem.

Viel Freude 🙂

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4 Gedanken zu “Captain Fantastic, Yoda und andere Bekloppte

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