Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Ich sehe mich um und sehe Angst und Unsicherheit.

Ich höre mich um und höre, das kann nicht sein… das glaube ich nicht… das ist zu gut um wahr zu sein… prüfe das nochmal…

Was herrscht ist Kontrollsucht, Angst, sich limitieren, sich abgrenzen, sich verschließen… all das was Kopfgesteuert ist und nicht aus der Mitte, aus dem Herzen kommt wie Liebe, sich öffnen, Zuneigung, Mitgefühl, helfen, sich das Gleichsein bewusst machen, Grenzen sprengen, aufeinander zugehen…

Nein, wir denken wir haben die Kontrolle, wir reden uns Sachen ein wie Zufall… Stell dir mal diese Frage: Gibt es in der Natur irgend etwas was rein zufällig passiert? Blühen Blumen aus Zufall? Sind Tiere an ihre Umgebung angepasst aus Zufall? Ist das Zusammenspiel von Sonne und Mond Zufall? Es existiert nichts auf dieser Erde und in diesem Universum was rein zufällig passiert. Wieso sollte es denn im Menschsein, im Leben Zufälle geben?

Wir grenzen uns ab von anderen Menschen, weil sie anders sind, anders aussehen, andere Vorlieben haben, sich anders kleiden, anders reden, an andere Sachen glauben, anders durchs Leben gehen. Wir grenzen uns ab von ihnen, ziehen Mauern hoch um uns herum, lassen nur die rein, die uns ähnlich sind. Warum? Weil es uns Angst macht? Weil vielleicht unser ach so tolles Weltbild was wir erschaffen haben, einen knacks bekommen könnte? Weil es schwieriger ist zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir alle gleich sind, und jeder das Beste tut was er nur kann um das gleiche wie wir zu erreichen, nämlich glücklich zu sein – anstatt sie einfach zu verurteilen und schlecht zu machen, damit wir mit unserem verkappten Weltbild besser dastehen? Weil das Verstehen-wollen, Einssein-wollen einfach nur schwierig ist und eben nicht aus dem Verstand heraus kommen kann?

Es ist Zeit die unbewusste, unsinnige, kopfgesteuerte Kontrollsucht mal sein zu lassen und sich zu öffnen, sich in Akzeptanz zu üben, den Weg in seinen Herz zu finden, ja, den Weg nach Hause zu finden, Verantwortung zu übernehmen anstatt sich in Ausreden zu verwickeln, zu verurteilen…

Gestern habe ich einen wunderschönen Satz von einem Mönch gelesen in Zusammenhang mit der Metta Meditation:

Wenn du dich wahrhaftig lieben würdest, könntest du niemanden jemals verletzen.

Wofür entscheidest du dich?

Für Kontrollsucht oder Vertrauen?

Für Angst oder Liebe?

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