Yeah, klopf mir auf die Schulter, baby! Denn ich bin so im Stress…

Definition lt. dieser Seite:
„Bereits im Jahr 1936 entlehnte der Mediziner Hans Selye den Begriff Stress aus der Physik, um damit eine unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung zu benennen. Stress bezeichnet demnach die psychischen und physiologischen Reaktionen eines Menschen auf Belastung. Stress wird hervorgerufen durch spezifische äußere Reize, die sogenannten Stressoren. In modernen Definitionen wird Stress charakterisiert als ein subjektiv intensiv unangenehmer Spannungszustand, der aus der Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe, relativ lang andauernde Situation sehr wahrscheinlich nicht vollständig kontrollierbar ist, deren Vermeidung subjektiv wichtig erscheint.“

Wieso lieben wir Stress so sehr?
Wieso suhlen wir uns so darin?
Wieso finden wir uns so bewundernswert, wenn wir ständig im Stress sind?
Wieso müssen wir jedem ständig auf die Nase binden wieviel Stress wir haben?

Macht uns das überlegen(er)?
Macht uns das wichtig(er)?
Macht uns das beliebt(er)?
Macht uns das gefragt(er)?

Wenn wir zurück zur Definition gehen, heisst es dort „…subjektiv intensiv unangenehmer Spannungszustand…nicht kontrollierbar…Vermeidung…“ Also finden wir es ansehnlich und beifallswürdig, dass wir eigentlich ein unkontrolliertes Leben führen in dem wir uns in einem Spannungszustand befinden?

Wir sind so tolle Hengste! Yeah, klopf mir auf die Schulter, baby! Denn ich bin so im Stress…

Es ist schon konfus.
Wenn ich sage, NICHTS und NIEMAND von aussen kann mich stressen – ausser ich selbst… Wenn ich sage, ich nehme mir Zeit für etwas/jemanden, was mir gerade wichtig erscheint… Wenn ich sage, ich setze Prioritäten, die flexibel sind, je nachdem was kommt… Wenn ich sage, dass ich gar nichts kontrollieren kann, und Geschehnisse so nehme wie sie sind…

…dann bin ich bekloppt und seltsam! Ja genau, im Stress zu sein ist ein Normalzustand. Is klar!

Das bin ich aber sehr gerne, bekloppt und ausgeglichen! Das ist mein Versuch,  mich immer weniger fremdsteuern zu lassen und die vorgeformten (meist bescheuerten!) Einheitsmeinungen und negativ Mantras– die woher nochmal kommen?- in Frage zu stellen und sie in mir zu durchbrechen…

Also versuche ich diese Konzepte die wir uns ständig unbewusst vorsagen, von denen ich nicht mal weiss warum das so sein soll und wer das behauptet hat dass es so ist, mir bewusst zu machen. Denn wenn ich mir bewusst mache, was ich so denke, sage und mache… Dann kann ich mich verändern. Oder auch nicht 🙂

Das bedeutet natürlich eine Menge Verantwortung für mein Handeln und vor allem nicht-Handeln! Und mir fällt noch etwas sehr wichtiges weg… Die Ausrede Nr. 1! Du, sorry aber ich hatte so viel Stress…

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