Oh Laos, du tiefenentspanntes Laos!

Über die Grenze ging ich mit einem extrem durchgeknallten Mädchen aus San Francisco, Eleanor. Das einzige worüber sie geredet hat waren all die Drogen die sie sich reingepfiffen hat. Das einzige Ziel was sie hatte war, in kürzester Zeit so viele Grenzen zu überqueren wie möglich. Und das einzige was sie dabei hatte waren kleine Hölzer zum anzünden, Edelsteine, Energy bars, Bücher und Augen- und Gesichtsmasken. Oh und 1 Satz Ersatzklamotten. Das wars. Also war sie ganze 2 Tage in Laos, die gute Eleanor, möge ihr Weg offen sein…

Wundervolles Laos. Wundervolle Menschen. So ein tiefenentspanntes Volk habe ich noch nicht erlebt. Sie strahlen. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Es ist lustig wie man unterwegs ständig das Loslassen übt. Mit Menschen, mit den überflüssigen Sachen im Rucksack, mit allem. Oder viele auch eben nicht. Man lernt coole Menschen kennen, man verbringt Momente, Stunden, paar Tage miteinander und dann geht jeder seinen Weg. Manchmal oder auch oft, ohne überhaupt den Namen von dem anderen zu kennen.

Wie der unglaublich liebe deutsche, den ich mit Larissa auf dem Weg zu einem Cave in Nong Kiaw kennengelernt habe. Letztendlich haben wir den ganzen Morgen miteinander verbracht und waren abends gemeinsam essen. Es war unglaublich lustig, mit jeder Menge joyful moments und dem krassesten Cheesecake aller Zeiten. Die Besitzerin, Alex, hat es irgendwie zu ernst genommen mit dem Cheese in dem Cake. Der Boden war eine leckere Masse aus zerquetschten Erdnüssen und Sesam. Obendrauf war es dann naja… wir waren jetzt unschlüssig ob das Roquefort oder doch Camambert war. Wie gut dass wir zu dritt nur dieses eine Stück hatten! Unter Lachkrämpfen haben wir das auch runterbekommen.

Plötzlich meldet sich Linlin, die ich in Wat Rampoeng kennengelernt hatte, und fragt ob ich Bock habe auf einen 10 Tägigen Retreat in einem Zen Tempel, Zilu Temple in Hongcun, Huangshan, China. Na klar!

In Vientiane bin ich mit einer fetten Infektion am Fuss angekommen. Ich konnte nicht mehr laufen und wollte dann doch mal in eine Apotheke. Ich sah ein abstraktes Apothekenschild und bin hingehumpelt. Das war aber ein Wohnzimmer von jemandem. Da kam einer rausgeschossen, starrt mich an und sagt WHAT HAPPENED? SIT! I have medicine! Ok. Er behandelt mich, gibt mir Antibiotika, da das gar nicht so lustig ist, wie ich lerne, und sagt mir dass es in 2 Tagen ok ist. Er gibt mir seine Visitenkarte – auf Lao und Chinesisch, ich kann beides nicht lesen, aber bedanke und verbeuge mich und gehe. Tatsächlich hilft es super wie sich später rausstellt.

Ich treffe meine tolle Shao vom Wat Rampoeng kurz vor Abfahrt nach China! Ein Fest! Wir sind eins. Sie schreibt mir eine Seite voller Sachen auf Chinesisch, die ich dort gebrauchen könnte. Und ich zeige ihr die Visitenkarte von meinem „Arzt“. Er ist Dermatologe! Natürlich! Mir etwas anderes in dem Moment zu schicken wäre absolut sinnlos gewesen!

Nachdem Christin und ich von Jochen, der schon seit ein paar Jahren mit dem Fahrrad in der Weltgeschichte unterwegs ist eine Thai Massage im Park am Mekong bekommen haben, oder wie es Christin so schön gesagt hat… es war schon Tantra mässig! Und nachdem ich die holprigste Busfahrt bis zu dem Zeitpunkt mit Priscilla hatte, wir in Luang Namtha angekommen sind, mit 2 Busstationen, 2 Hotels mit gleichem Namen, wir 2 Zimmer wollten, mit 2 Betten, für 2 Nächte. Grandios! Sollte es weitergehen nach China.

Konstante Lektion in Laos: VERTRAUEN. SICH FÜHREN LASSEN. LOSLASSEN. Immer mehr und mehr.

Ps. alle anderen grossartigen Menschen mit den genialen Erlebnissen, die ich bisher nicht erwähnt habe… Ihr seid alle in meinem Herzen, jeder einzelne von euch 🙂

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