Der neue alte Hype – Achtsamkeit und Vipassana

Über Achtsamkeit scheint jeder zu reden. Aber wer lebt es? Was ist es? Und wie ist es achtsam zu sein? Der Begriff wird für psychologische, therapeutische, esoterische wie auch komplementärmedizinische Ansätze verwendet. Sie beziehen sich immer häufiger auf die immer populärer werdenden Achtsamkeits- / Einsichtspraxis Vipassana.

Was auch die hohe Anzahl der Eso-Hype Menschen erklärt, die auf den Zug aufspringen, und dann schnell wieder abspringen, sobald sie merken dass MAN da auch zwangsläufig extrem tiefgründig an sich arbeiten muss, einem nichts vorgequatscht wird und MAN da einfach durch muss. Und dass die Umstände, das komplette schweigen und überhaupt alles eigentlich ziemlich anstrengend ist. Es ist doch viel entspannter jemandem zuzuhören / zu lesen, Theorien nachzuquatschen, erfreut zu nicken, Licht durch die Gegend zu senden, Räucherstäbchen anzuzünden und vegane Muffins zu essen 🙂

Wie dem auch sei… Die Meditations- wie Lebensform des Vipassana gilt als der Königsweg des auf Sri Lanka und in Südostasien maßgeblichen Theravada (Lehre der Ältesten), der einzigen Schule des frühen Buddhismus, die nach wie vor existiert. Vipassana ist die Tradition des Buddhismus, wo die Achtsamkeitslehre im Herzen der Botschaft des Buddha steht.

Vipassana
ist ein Pali Wort mit folgender Bedeutung: klar sehen oder hindurch sehen (Vi= klar, hinein, hindurch + passana = sehen – das Geist und Herz befreit). Vipassana bedeutet Introspektion, intuitive Weisheit, intuitives Wissen. Es wird oft mit Einsicht übersetzt. Der Meditierende, der Wissen durch Einsicht (Vipassana Nana) entwickelt, wird erkennen, dass alles in ihm selbst und in der Welt um ihn sich fortlaufend verändert, unbeständig ist, dass alles angespannt, unbefriedigend oder Leiden ist, und dass nichts kontrolliert werden kann, alles ohne Substanz ist, ihm nicht gehört oder Nicht-Selbst, d. h. unpersönlich ist. Unbeständigkeit, Leiden und Nicht-Selbst. Diese drei Charakteristiken sind die wahre Natur aller Phänomene.

Die Methode, Mahasi Sayadaw-Tradition (Achtung: NICHT Goenka!)
Diese Vipassana-Meditation wird heute noch vor allem in burmesischen, ceylonesischen und thailändischen Klöstern auf der Basis der Überlieferungen des Buddha ausgeübt. Die im Kurs angewandte Vipassana-Meditationsmethode wird so weitergegeben, wie sie traditionell in den nordthailändischen Klöstern unter der Leitung des ehrwürdigen Grossmeister Ajahn Tong praktiziert wird. Es handelt sich um eine intensive Form der Mahasi Sayadaw-Tradition mit Geh- und Sitzmeditationen, also um eine traditionell buddhistische Meditationstechnik.

Der Grossmeister – Phra Dhammamangalajarn Tong Sirimangalo
Der ehrwürdige, 93 jährige Abt von Wat Chomtong in Nordthailand und weltweit hochangesehene Meditationslehrer hat seit seiner Kindheit in Klostern im Norden Thailands gelebt, praktiziert und seit vielen Jahren gelehrt. Seit Beginn der Achtziger Jahre leitete er wiederholt Kurse in Europa und Amerika. Sein Einsatz für die Verständigung zwischen den Religionen und seine positive Ausstrahlung haben ihm hohe Achtung verschafft.

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