Vom Träumenden zu… na zu was denn nun?

Vor einigen Jahren war ich ein voll funktionsfähiger Roboter im System. Ein Roboter mit Stil! Mit einer schicken Wohnung, einem Auto, Versicherungen, einem mehr als voll ausgestattetem Kleider- / Schuh- / Handtaschenschrank und mit allem was einem das Leben erleichtern und schön machen kann. Mit einem sehr guten Job, einem guten Gehalt, jährlichem Urlaub, einem Partner, einem vollgepackten Freizeitaktivitäten-Kalender, mit jeder Menge Alkohol, süchtig nach Genuss, süchtig danach, es mir gut gehen zu lassen – auf welcher Art auch immer. Koste es was es wolle, denn ich schufte die ganze Zeit, also verdiene und gönne ich mir das alles! Wozu bin ich denn sonst hier?

Aber ich fühlte immer mehr eine Leere von der ich bisher nichts wusste bzw. wissen wollte. Ich wusste weder was es ist, noch warum es plötzlich da ist. Ich wollte das einfach nur schnell wieder loswerden! Ich weiss wie! Ich muss shoppen! Klappt nicht so? Ok, Party und Alkohol! Ich brauche einfach nur Spass! Klappt nun auch nicht so…

Aber was soll das denn jetzt? Spinne ich jetzt völlig? Ich habe alles. Mir fehlt es an nichts. Wieso bin ich so unzufrieden? Keiner versteht mich, nicht mal ich verstehe mich! Irgendwie sagt jeder, das wird schon… Du hast bestimmt eine komische Phase… Mach doch mal Urlaub! Ich erinnere mich an die vielen Bücher über Spiritualität, die sich immer so nett und schön anhören… Positiv bleiben! Wünsche verschicken! Bloß nichts negatives!

Nur ging es mir schon länger nicht gut. Nach aussen zeigte ich das natürlich nicht. Aber in mir drin… Damit wollte ich irgendwie nichts zu tun haben! Es wird schon, das ist nur so eine Phase, redete ich mir ein. Aber ich wusste schon länger nicht mehr was für einen Sinn alles haben soll. Irgendwann kann man sich alles nicht mehr schönreden – erfreulicherweise!

Aber jetzt ist erst mal Urlaub angesagt! China, wir kommen! Diese Reise an sich war, naja, China eben – total bekloppt und stressig. Warum ich diese Reise eigentlich machen sollte war wegen den kleinen aber feinen a-ha Gesprächen, die ich dort mit meinem Bruder führen sollte. Zum einen tat es sehr weh, als er mir Tatsachen ins Gesicht geklatscht hat aber vor allem war es der Hammer dass ein Verstehen da war, anstatt von schönreden. Er wusste einfach wie es mir ging, und hatte Verständnis für diese Umstände. Gefüllt mit sich immer weiter multiplizierenden Fragen in meinem Kopf bin ich zurück. Ich musste ja zurück obwohl ich nicht wollte.

Ein paar Tage später wollte ich den Morgen im Park verbringen. Folglich packe ich eine Decke und meinen Tee ein. Als ich mich auf den Rasen schmeissen will sehe ich ein Buch auf der Parkbank. Niemand weit und breit. Wie gut dass ich mein Buch zu Hause vergessen habe! Ich kann ja lesen bis der Besitzer zurück kommt… Siehe da: The power of Now! Eckhart Tolle.

Na jetzt geht es wohl erst richtig los…

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